In seiner Sitzung am 3. Juli 2025 hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Erkelenz wichtige Themen beraten: den Jahresabschlussentwurf 2024 sowie die Rahmenbedingungen für den Verkauf von Baugrundstücken am Mennekrather Kirchweg.
Jahresabschluss 2024: Verlust halbiert, aber weiterhin negativ
Kämmerer Norbert Schmitz präsentierte die Eckdaten des Jahresabschlussentwurfs 2024. Geplant war ein Minus von 9,4 Millionen Euro, tatsächlich beträgt das negative Jahresergebnis rund 4,7 Millionen Euro – eine Verbesserung um etwa 50 Prozent. Grund für die positiven Abweichungen sind vor allem höhere Gewerbesteuereinnahmen, die mit rund 29 Millionen Euro erneut einen Rekordwert erreichten.
Trotzdem übersteigen die Aufwendungen weiterhin die Erträge. Hauptursachen sind gestiegene Kosten in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, erhöhte Energiekosten und tarifliche Mehrkosten im Personalbereich. Die Liquidität sank von 27 Millionen Euro Ende 2023 auf 10 Millionen Euro Ende 2024. Um gegenzusteuern, wurden zum 1. Januar 2025 Steuern erhöht.
Trotz der finanziellen Herausforderungen hat die Stadt 2024 rund 27 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert – unter anderem in neue Kitas, die Skateanlage am Willy-Stein-Stadion und die Mobilstation an der Ostpromenade. Außerdem wurden 590.000 Euro Schulden getilgt, womit sich die Verbindlichkeiten auf aktuell 1,91 Millionen Euro reduzieren.
Baugrundstücke am Mennekrather Kirchweg
Ab Sommer 2025 sollen die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Oestricher Kamp beginnen und voraussichtlich zwölf Monate dauern. Geplant ist die Vergabe von Grundstücken an Investoren für Mehrfamilienhäuser und Doppelhaushälften sowie an Privatpersonen zur Eigennutzung. Zusätzlich soll ein Grundstück für eine Tiny House Siedlung vorgesehen werden.
Die Vermarktung der Grundstücke erfolgt online über www.freiebaugrundstuecke.de. Das für die Kleinwohnformen vorgesehene Grundstück soll Anfang 2026 im Rahmen einer Konzeptvergabe angeboten werden.























