Auch auf dem Friedhof in Holzweiler steht nun eine Urnenwand zur Verfügung. Mit der feierlichen Einsegnung wurde das neue Kolumbarium offiziell eröffnet. Der Wunsch nach einer solchen Anlage war von Bürgerinnen und Bürgern über den Bezirksausschuss an die Stadtverwaltung herangetragen worden.
Rund 70 Prozent aller Bestattungen sind inzwischen Feuerbestattungen, und besonders pflegearme oder pflegefreie Grabstätten werden stark nachgefragt. Mit dem neuen Kolumbarium trägt die Stadt dieser Entwicklung Rechnung.
Ein würdevoller Ort der Erinnerung
Bürgermeister Stephan Muckel begrüßte die Gäste bei der Einsegnung, darunter den Technischen Beigeordneten Martin Fauck, Mitarbeitende des Baubetriebs- und Grünflächenamtes, Mitglieder des Bezirksausschusses Holzweiler/Immerath, Vertreterinnen und Vertreter beider Kirchengemeinden sowie Bestattungsunternehmen.
Er betonte: „Ich freue mich, dass wir auch hier in Holzweiler eine individuelle Lösung gefunden haben, die der geänderten Bestattungskultur gerecht wird und Besuche auch über den Tod hinaus in einer würdevollen Umgebung ermöglicht.“
60 Kammern unter dem Vordach der Trauerhalle
Die neue Urnenwand bietet 60 Kammern, die jeweils Platz für eine bis drei Urnen haben. Errichtet wurde das Kolumbarium unter dem Vordach der Trauerhalle. Die Beton-, Maurer- und Malerarbeiten erbrachte der städtische Baubetriebshof selbst.
„Wie fast überall gibt es auch hier eine große Nachfrage nach solchen Urnenkammern. Wir konnten die Umsetzung in bewährter Zusammenarbeit von Baubetriebshof, Hochbau- und Grünflächenamt leisten“, erklärte Martin Fauck.
Im Zuge der Bauarbeiten wurde zudem die Vorfläche neu gepflastert. Diese Arbeiten sowie die Fundamentierung übernahm die Firma Spelthahn, während die Urnenkammerplatten von der Firma Naturstein Classen aus Hückelhoven geliefert wurden. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 20.000 Euro zusätzlich zur Eigenleistung.
Einsegnung durch die Kirchengemeinden
Die feierliche Einsegnung übernahmen Gemeindereferentin Irmgard Zielenbach (Pfarrei Christkönig) und Pfarrerin Friederike Lambrich (evangelische Kirchengemeinde Lövenich). In ihrer Zeremonie verdeutlichten sie, dass auf einem alten Friedhof trotz sich wandelnder Bestattungsformen Beständigkeit und Geborgenheit im Mittelpunkt stehen: das Rauschen der Bäume, die alten Mauern und die Namen auf den Steinen. Ein Friedhof sei ein Ruheplatz – nicht nur für Verstorbene, sondern auch für die Lebenden, die ihn betreten.
























