23. Februar 2026 / Aus aller Welt

13-Jähriger greift mutmaßlich Schüler mit Messer an

Bedrohungslage an einer Schule in Baden: Die Polizei ist mit einem größeren Aufgebot im Einsatz und kann den Tatverdächtigen festnehmen. Er ist wegen rechtsextremistischer Äußerungen polizeibekannt.

Die Polizei ist an einer Schule in Bretten im Einsatz.
von dpa

Ein 13-Jähriger soll einen Schüler an einer Schule in Bretten bei Karlsruhe mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt haben. Zum Opfer und möglichen Hintergründen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Laut dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg war der mutmaßliche Täter vor kurzem wegen rechtsextremistischer Äußerungen aufgefallen. Ob dies mit dem Vorfall zusammenhängt, muss laut einer Sprecherin aber noch geprüft werden. 

Die Polizei habe den Verdächtigen etwa zwei Stunden nach dem Angriff außerhalb der Stadt festgenommen, teilten die Behörden mit. Die Verletzungen des Opfers seien oberflächlich, sagte Polizeisprecher Ralf Eisenlohr der dpa. Rettungskräfte hätten es in der Schule behandelt. Andere Schülerinnen und Schüler seien nach ersten Erkenntnissen nicht involviert gewesen. 

Extremismus-Experten und Jugendamt involviert

Kinder unter 14 Jahren sind in Deutschland strafunmündig. Ihnen droht kein Strafverfahren. Entsprechend wird auch nicht ermittelt. «Dennoch ist es unser Ziel, die Hintergründe der Tat aufzuklären und das zuständige Jugendamt dabei zu unterstützen, dem Jungen und seiner Familie die notwendige Hilfe zukommen zu lassen», teilte das Landeskriminalamt weiter mit.

Der 13-Jährige sei vor wenigen Wochen «im Zusammenhang mit auffälligen Äußerungen im Internet bekannt geworden», einige mit rechtsextremistischem Inhalt. Das Kompetenzzentrum gegen Extremismus beim Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum des Landeskriminalamts sei daher involviert. Es habe Kontakt zur Familie des Jungen sowie zum örtlichen Jugendamt hergestellt.

Großeinsatz wegen Bedrohungslage 

Die Polizei war den Angaben nach kurz nach 8.00 Uhr wegen einer Bedrohungslage ausgerückt. Die Bedrohung hatte die Pestalozzischule betroffen, ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ). Hier gingen der Tatverdächtige und das Opfer laut Eisenlohr zur Schule. 

In unmittelbarer Nachbarschaft sind eine Grund- und Hauptschule. Auch dort mussten Schülerinnen und Schüler zunächst in ihren Klassen bleiben.


Bildnachweis: © Bernd Weißbrod/dpa
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