19. Februar 2025 / Aus aller Welt

20-jähriger Deutscher auf Kreta vermisst

Er wanderte vor fünf Tagen in eine Schlucht, deren Zutritt im Winter verboten ist. Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr von einem jungen Mann aus Baden-Württemberg.

An engen Stellen der Schlucht kann das Wasser im Winter meterhoch steigen. (Archivbild)
von dpa

Auf der griechischen Insel Kreta wird seit fünf Tagen ein 20 Jahre alter deutscher Tourist aus Baden-Württemberg vermisst. Der junge Mann wollte in der berühmt-berüchtigten Samaria-Schlucht wandern. 

Am Donnerstagabend soll er eine letzte Nachricht an seine Schwester geschrieben haben, wonach alles in Ordnung sei, berichteten griechische Medien. Danach habe es kein Lebenszeichen mehr gegeben. Die Eltern und die Schwester seien mittlerweile auf Kreta eingetroffen, hieß es.

Er machte sich warm und joggte los

Aufnahmen eine Überwachungskamera, die vom griechischen Sender Alpha TV veröffentlicht wurden, zeigen den Parkplatz am Eingang zur Schlucht und mutmaßlich den jungen Mann, wie er aus einem Mietwagen steigt, sich warm macht und dann losjoggt. Das kretische Internet-Portal «Zarpanews» zeigte Rettungskräfte bei der Suche.

In einer früheren Nachricht soll der Mann seiner Schwester am Donnerstagnachmittag geschrieben haben, er sei beim Aufstieg des 1980 Meter hohen Bergs Gingalos, berichtete «Zarpanews». Die zweite und letzte Nachricht, dass alles in Ordnung sei, schickte er demnach um 19.40 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war es schon dunkel.

Rettungskräfte suchen Schlucht ab

Der Zugang der bei Wanderern beliebten Samaria-Schlucht ist im Winter eigentlich verboten, weil wegen starker Regenfälle Erdrutsche, Steinschläge und Überschwemmungen drohen. 

Rettungskräfte und Feuerwehr suchen das Gebiet ab, eine griechische Hilfsorganisation veröffentlichte eine Vermisstenmeldung. Auch die Küstenwache ist im Einsatz für den Fall, dass der junge Mann bis zum Meer gewandert ist.

In Griechenland und gerade auch auf Kreta gibt es immer wieder Unfälle mit ausländischen Wanderern. Im vergangenen Jahr kam unter anderem im Juni ein 67-jähriger Deutscher beim Wandern ums Leben, im September ein 60-Jähriger. 

Meist ist es die Hitze, die den Menschen zu schaffen macht: Bei einem Hitzschlag verliert der Wanderer die Orientierung und kann sich nicht mehr selbst helfen. Aber auch im Winter sind Wanderungen etwa auf dem Olymp oder in der kretischen Samaria-Schlucht wegen möglicher starker Schnee- und Regenfälle gefährlich.


Bildnachweis: © picture alliance / dpa-tmn
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Mühlenstraße: Unterführung wegen Brückenarbeiten der Deutschen Bahn für längere Zeit gesperrt
Aktuelle Nachrichten

Die Deutsche Bahn erneuert in Erkelenz die Eisenbahnbrücke an der Mühlenstraße – und das in zwei umfangreichen Bauphasen.

weiterlesen...
Bundesfinale „Tuju-Stars“ 2026 kommt nach Erkelenz – Ausrichtervertrag unterzeichnet
Aktuelle Nachrichten

Erkelenz wird 2026 zum Schauplatz des Bundesfinales „Tuju-Stars“ der Deutschen Turnjugend.

weiterlesen...
Dein Erkelenz Wochenübersicht für die KW51 & 52
Erlebe Dein Erkelenz

Was steht vom 19. bis 25.12.2025 an?

weiterlesen...

Neueste Artikel

Sparkassen-Einbruch: Polizei vernimmt Tausende Opfer
Aus aller Welt

Nach dem Millionen-Coup von Gelsenkirchen will die Polizei ab Montag mehr als 3.000 Sparkassen-Kunden befragen. Das wird Wochen dauern. Es wurden extra Büros angemietet.

weiterlesen...
Auch ein Top-Räuber fängt klein an: T. rex war Spätzünder
Aus aller Welt

Bei jedem Schritt eines T. rex bebte der Boden – zumindest, wenn er ausgewachsen war. Bis dahin dauerte es aber wohl erstaunlich lange. Auch das wiederum hatte seine Vorteile.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Sparkassen-Einbruch: Polizei vernimmt Tausende Opfer
Aus aller Welt

Nach dem Millionen-Coup von Gelsenkirchen will die Polizei ab Montag mehr als 3.000 Sparkassen-Kunden befragen. Das wird Wochen dauern. Es wurden extra Büros angemietet.

weiterlesen...
Auch ein Top-Räuber fängt klein an: T. rex war Spätzünder
Aus aller Welt

Bei jedem Schritt eines T. rex bebte der Boden – zumindest, wenn er ausgewachsen war. Bis dahin dauerte es aber wohl erstaunlich lange. Auch das wiederum hatte seine Vorteile.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner