4. September 2025 / Aus aller Welt

Behörden im Kongo: Ebola-Ausbruch mit 15 Toten

Ebola-Fieber fordert erneut Leben in Zentralafrika. Die WHO entsendet Experten und Medikamente. Doch die betroffene Region ist alles andere als einfach erreichbar.

Nach Angaben der WHO sind im Land 2.000 Dosen des Ebola-Impfstoff Ervebo vorrätig. (Archivbild)
von dpa

In der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika ist erneut das gefährliche Ebola-Fieber ausgebrochen. Die Behörden des Landes meldeten 15 Tote in der Provinz Kasaï im Südwesten des Landes, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Das Ebola-Virus wurde demnach in Laborproben in der Hauptstadt Kinshasa nachgewiesen, nachdem die Verstorbenen an typischen Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Blutungen und Durchfall gelitten hatten. Insgesamt habe es 28 Verdachtsfälle gegeben.

Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei bis zu 90 Prozent. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. 

Letzter Ausbruch 2022

In der Demokratischen Republik Kongo wurden zuletzt 2022 Ebola-Fälle bekannt. Der damalige Ausbruch wurde nach Angaben der WHO binnen drei Monaten unter Kontrolle gebracht. Insgesamt gab es bislang 15 Ausbrüche in dem zentralafrikanischen Land. Im April hatte Nachbarland Uganda einen Ebola-Ausbruch mit vier Toten in der Hauptstadt Kampala für beendet erklärt.

Die WHO teilte mit, Experten und medizinisches Material in die Provinz nahe der Grenze zu Angola entsandt zu haben. Im Land seien zudem Medikamente sowie 2.000 Dosen des Ebola-Impfstoffs Ervebo vorrätig. Die Hauptstadt der Provinz Kasaï, Tshikapa, in deren Großraum etwa eine Million Menschen leben, ist rund 650 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt. Das betroffene Gebiet liege noch eine Tagesreise von Tshikapa entfernt, teilte die WHO mit.


Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
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