Der Buckelwal vor der Ostseeküste hat sich am Abend nach Angaben des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern bewegt. «Die Ruhe, die wir dem Wal gegeben haben, hat sich ausgezahlt. Er hat genug Kraft getankt, um auf die Motivation durch unser Boot zu reagieren und loszuschwimmen», sagte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD). Leider habe der Wal zunächst die falsche Richtung – Richtung Hafen – eingeschlagen. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei war das Tier später am Abend dann aber seewärts unterwegs. «Der Wal kämpft - aber er ist angeschlagen», so Backhaus. Jetzt müsse er sich selber helfen. Der wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, sagte: «Wir haben uns mit internationalen Experten ausgetauscht, die uns geraten haben, den Wal mit Lärm zu aktivieren. Dafür haben wir die richtige Situation abgewartet.» Sandra Schöttner von der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die Aktion als «guten ersten Schritt auf dem Weg», auch wenn der Weg des Wals noch weit sei. Die Wasserschutzpolizei wird eigenen Angaben zufolge die ganze Nacht im Einsatz sein. Der Wal lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wurde von Schaulustigen abgeschirmt. Am Nachmittag hatten Wissenschaftler, Umweltschützer und der Umweltminister des Landes, Till Backhaus (SPD), bereits versucht, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Das Tier habe auf die Annäherung des Boots reagiert, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auch habe das Tier agiler als zuvor gewirkt. Nach der Aktion am Nachmittag hatte unter anderem das Ministerium mitgeteilt: «Da wir in den nächsten Stunden mit weiter steigendem Wasserstand rechnen können, verbessert sich die Möglichkeit für den Wal, aus eigenem Antrieb seine Liegeposition zu verlassen.» Der Buckelwal war zunächst in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand gestrandet. In der Nacht zum Freitag gelang es dem Wal, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er dann vor Wismar in flachem Wasser gesichtet. Nach Angaben des Umweltministeriums war der Wal seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs. Laut der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hatte sich das Tier in einem Stellnetz verfangen.Wasserschutzpolizei wird ganze Nacht im Einsatz sein
Wal wirkte agiler als zuvor
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Ministerium: Buckelwal schwimmt wieder
Seit Tagen hält sich der Wal nahe der deutschen Ostseeküste auf. Helfer wollten das Tier dazu bringen, in tieferes Wasser zu schwimmen. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer. Der Einsatz dauert an.
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