Die Bundeswehr würde im Falle einer Krise mit vielen Verletzten gern sogenanntes Vollblut verwenden. Das sei aber gegenwärtig im deutschen Katastrophenschutz nicht erlaubt, sagte die Oberfeldärztin Diana Sauer, Direktorin der Abteilung für Transfusionsmedizin und Hämotherapie am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie vom 17. bis 19. September in Mannheim. Blutspenden werden in Deutschland in Einzelbestandteile wie Blutkörperchen, -plättchen oder -plasma aufgeteilt. Als Vorteil wird genannt, dass Patienten nur das bekommen, was sie brauchen, dass die Risiken geringer sind und die Blutprodukte länger halten. Im Fall eines militärischen oder terroristischen Angriffs oder nach einer Naturkatastrophe wäre Vollblut aus Sicht Sauers «das Mittel der Wahl». Damit könne man «effektiver und schneller» mehr Menschen helfen. Die Bundeswehr würde dafür «lieber heute als morgen» die Zulassung bekommen, sagte Sauer. Das scheitere bisher allerdings an einer sehr starken Reglementierung durch gleich zwei Gesetze. Am besten geeignet sei Vollblut der Blutgruppe O-negativ, da es am breitesten einsetzbar sei. Zwar gebe es bereits heute phasenweise Engpässe bei Blutspenden - Sauer ist aber zuversichtlich, dass im Notfall die Motivation in der Bevölkerung sehr groß wäre, Blut zu spenden.«Das Mittel der Wahl»
Bildnachweis: © Daniel Bockwoldt/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Bundeswehr drängt auf Zulassung von Vollblut
Im Katastrophenfall könnten mehr Menschenleben gerettet werden – doch Gesetze verhindern den Einsatz von nicht zuvor aufgeteilten Blutspenden.
Meistgelesene Artikel
- 20. Januar 2026
Leuchtender Himmel - Polarlichter über Deutschland zu sehen
Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland. Er ist so stark, dass das Lichtspektakel vom Norden bis zu den Alpen zu sehen ist.
- 12. Januar 2026
Mehrere Einbrüche in Häuser und Wohnungen
Erkelenz (ots) - Am 10. Januar (Samstag) kam es im Stadtgebiet zu mehreren Tageswohnungs
- 29. Januar 2026
Karnevalsumzüge 2026
Alle wichtigen Infos zu den Karnevalsumzügen 2026 im Erkelenzer Stadtgebiet
Neueste Artikel
- 9. Februar 2026
Neue Woche beginnt im Nordosten mit Glättegefahr und Kälte
Glatteisgefahr und Nebel bestimmen in Deutschland den Start in die neue Woche. Im Nordosten bleibt es zunächst weiter kalt - im Laufe der Woche sind mildere Temperaturen und Regen angesagt.
- 9. Februar 2026
Wohl mehr Drogentote durch bestimmte Opioide als bekannt
Bei synthetischen Opioiden wie Fentanyl oder Nitazenen liegt die wirksame Dosis oft nah an der tödlichen. Zum Opfer werden vielfach sehr junge Menschen. Die Todeszahl wird wohl stark unterschätzt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 9. Februar 2026
Neue Woche beginnt im Nordosten mit Glättegefahr und Kälte
Glatteisgefahr und Nebel bestimmen in Deutschland den Start in die neue Woche. Im Nordosten bleibt es zunächst weiter kalt - im Laufe der Woche sind mildere Temperaturen und Regen angesagt.
- 9. Februar 2026
Wohl mehr Drogentote durch bestimmte Opioide als bekannt
Bei synthetischen Opioiden wie Fentanyl oder Nitazenen liegt die wirksame Dosis oft nah an der tödlichen. Zum Opfer werden vielfach sehr junge Menschen. Die Todeszahl wird wohl stark unterschätzt.























