Gut vier Monate nach dem gewaltsamen Tod der zwölfjährigen Luise aus Freudenberg stehen die Ermittlungen unmittelbar vor dem Abschluss. Zwei 12- und 13-jährige Mädchen haben gestanden, Luise im März erstochen zu haben. Weil die beiden noch nicht strafmündig sind, wird das Verfahren eingestellt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen auf Anfrage sagte. Eine Anklage oder einen Prozess wird es nicht geben. Die beiden mutmaßlichen Täterinnen werden vom Jugendamt betreut. «Die tatverdächtigen Mädchen befinden sich nach wie vor in therapeutischen Einrichtungen», sagt eine Sprecherin des Kreises Siegen-Wittgenstein. Die Mädchen bekämen Schulunterricht, gingen derzeit aber nicht in eine reguläre Schule. Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Gewalttaten unter Kindern und Jugendlichen stärker in den Fokus nehmen. «Es ist unsere Verantwortung als Gesellschaft, dass unsere Kinder in einer sicheren Umgebung aufwachsen können», mahnte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Er verwies darauf, dass es an den Schulen mehr Angebote etwa durch Schulpsychologen oder Sozialarbeiter gebe. Die Landesregierung habe den Schulen außerdem aktualisierte Handlungsempfehlungen für verschiedene Krisenfälle zur Verfügung gestellt. Oft spielen Mobbing und die sozialen Netzwerke eine große Rolle bei Gewalt unter Kindern und Jugendlichen. Die Landesregierung bringt im Moment eine Studie auf den Weg, um die Ursachen und die Mechanismen von Kinder- und Jugendkriminalität besser zu verstehen.
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Ermittlungen im Fall Luise stehen vor dem Abschluss
Im Fall der getöteten zwölfjährigen Luise aus Freudenberg ist es möglich, dass es keine offiziellen Antworten zum Tatgeschehen geben wird, hieß es im März. Nun stehen die Ermittlungen vor dem Abschluss.
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