Nach der mutmaßlichen Amoktat im oberbayerischen Schongau hat Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) das betroffene Gymnasium besucht und der Schulfamilie dort jede erdenkliche Unterstützung zugesichert. Zugleich bedankte sie sich ganz speziell bei den zwei Lehrkräften, die den mutmaßlichen Täter überwältigten, und bei den Schülerinnen und Schülern, die den beiden schwer verletzen Mädchen sofort zu Hilfe eilten. «Eines der Mädchen wäre sehr wahrscheinlich verblutet, wenn sie das nicht gemacht hätten. Also die haben ihr wahrscheinlich das Leben gerettet», sagte Stolz der Deutschen Presse-Agentur. «Das sind echte Helden für mich.» Stolz traf sich an der Schule zu einem Gespräch mit Schulleitung, Lehrkräften und Eltern. «Ich bin zutiefst schockiert und bestürzt über diese schreckliche Tat, und meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen, bei den schwer verletzten Schülerinnen, denen ich von ganzem Herzen vollständige Genesung wünsche», sagte sie unmittelbar nach dem Besuch an der Schule. «Ich habe der Schulfamilie jede Unterstützung zugesagt, die es jetzt braucht, und zwar jetzt in diesen so schweren Tagen, aber eben auch darüber hinaus, insbesondere im nächsten Schuljahr, weil es sehr viel Zeit brauchen wird, diese unfassbare Tat in der Schulfamilie aufzuarbeiten.» Diese Zusage gelte nicht nur für das Gymnasium, sondern für alle Schulen auf dem Campus in Schongau. «Aktuell haben wir hier ein Kriseninterventionsteam von uns vor Ort, vor allem zur psychologischen Beratung», berichtete Stolz. «Und wir werden im kommenden Schuljahr dann, wenn nötig, der Schulfamilie des Gymnasiums, aber eben auch der anderen Schulen auf dem Campus, weiteres Personal zur Verfügung stellen.» Die Ministerin betonte: «Wir stehen hier als Schulfamilie eng zusammen mit den Lehrkräften und mit den Schülern.» Sie dankte den Einsatzkräften, der Schulfamilie und der Schulleitung, die in dieser so schwierigen Situation professionell gehandelt hätten.Stolz: Unterstützung jetzt und im kommenden Schuljahr
Bildnachweis: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Ministerin: Schüler haben Mädchen wohl das Leben gerettet
Am Tag nach der mutmaßlichen Amoktat an einer Schule in Schongau steht die Aufarbeitung des Geschehens im Vordergrund. Die Kultusministerin ist zu Gesprächen gekommen - mit Dank und einigen Zusagen.
Meistgelesene Artikel
- 14. Juli 2026
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.
Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.
- 22. Juni 2026
Verkehrskontrollen am vergangenen Wochenende
Kreis Heinsberg (ots) - Bei Kontrollen konnten am vergangenen Wochenende folgende Verkeh
Neueste Artikel
- 22. Juli 2026
Hunderte Anzeigen: Pavian-Tötung polarisiert noch immer
Im Juli 2025 tötet der Nürnberger Tiergarten aus Platzmangel zwölf gesunde Paviane. Der Aufschrei ist groß. Auch nach einem Jahr gibt es darüber Streit.
- 22. Juli 2026
Antibiotika werden global nicht optimal eingesetzt
Warum bekommen viele Patienten nicht die Antibiotika, die sie wirklich brauchen? Eine Studie deckt globale Missstände und überraschende Unterschiede auf.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 22. Juli 2026
Hunderte Anzeigen: Pavian-Tötung polarisiert noch immer
Im Juli 2025 tötet der Nürnberger Tiergarten aus Platzmangel zwölf gesunde Paviane. Der Aufschrei ist groß. Auch nach einem Jahr gibt es darüber Streit.
- 22. Juli 2026
Antibiotika werden global nicht optimal eingesetzt
Warum bekommen viele Patienten nicht die Antibiotika, die sie wirklich brauchen? Eine Studie deckt globale Missstände und überraschende Unterschiede auf.






















