Mit einer Kontrollaktion in sieben Bundesländern ist die Polizei gegen die Sprengung von Geldautomaten vorgegangen. Drei Tage lang seien Automaten verstärkt überwacht und überregionale Reiserouten kontrolliert worden, um Druck auf die international agierenden Tätergruppen zu erhöhen, teilte das hessische Innenministerium am Freitag federführend in Wiesbaden mit. Mehr als 2500 Polizistinnen und Polizisten hätten vom 14. bis 17. März rund 8000 Menschen und mehr als 5300 Fahrzeuge kontrolliert. International agierenden Sprenger-Banden solle es in Deutschland so schwer wie möglich gemacht werden, erklärte das Innenministerium. Gemeinsames Ziel sei gewesen, «durch eine starke Polizeipräsenz und zielgerichtete offene sowie verdeckte Maßnahmen potenzielle Tätergruppen von einer möglichen Tatausführung abzuhalten». Beteiligt waren den Angaben zufolge die Polizei in Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein sowie Bundeskriminalamt und Bundespolizei. 42 Menschen seien vorläufig festgenommen worden. Inwieweit in Einzelfällen ein Zusammenhang zu Geldautomatensprengungen bestehe, werde weiter ermittelt. Bei den Ermittlungen und Kontrollen seien auch weitere mutmaßliche Straftaten aufgeklärt worden, darunter Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, die zu 22 der vorläufigen Festnahmen geführt hätten. Insgesamt seien mehr als 180 Straftaten und 360 Ordnungswidrigkeiten registriert worden. 2022 waren mit bundesweit 496 Geldautomaten-Sprengungen so viele registriert worden wie noch nie, der Anstieg betrug im Vorjahresvergleich 27 Prozent, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Teilweise seien bis zu fünf Geldautomaten in einer Nacht gesprengt worden.
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Fahndungsaktion gegen Geldautomatensprenger
Nah an der Autobahn, kurze Wege ins Ausland - an solchen Orten werden häufig Geldautomaten gesprengt. Nun hat die Polizei in sieben Bundesländern verstärkt kontrolliert - mit Dutzenden Festnahmen.
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