7. Juli 2026 / Aus aller Welt

Fünf Verletzte bei umstrittener Stierhatz in Pamplona

Adrenalin pur und verletzte Teilnehmer, dazu vehemente Proteste: Wieder riskieren Menschen beim San-Fermín-Fest in Pamplona ihr Leben. Kritiker sprechen von einer «mittelalterlichen Tortur».

Die Stierhatzen im nordspanischen Pamplona sind schnell und gefährlich. Beim ersten von acht Läufen gab es zum Glück nur Leichtverletzte. Die Bullen aber sterben am späten Nachmittag in ...
Veröffentlicht am 7. Juli 2026 um 08:56 Uhr von dpa

Die erste Stierhatz des diesjährigen San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens ist mit fünf verletzten Läufern relativ glimpflich verlaufen. Sie hätten vor allem Prellungen erlitten, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen habe es nicht gegeben, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE von der ebenso berühmten wie umstrittenen Veranstaltung. Drei Menschen hätten in Krankenhäuser gebracht werden müssen. 

Das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín hatte am Vortag begonnen und endet nächsten Dienstag. Täglich werden am Morgen sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt für die Stierkämpfe am späten Nachmittag bis in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der vorwiegend jungen Männer über die rund 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Läufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009.

Auch dieses Jahr protestierten Tierschutzgruppen gegen die traditionsreiche Veranstaltung, die bereits seit 1591 stattfindet, inzwischen aber auch in Spanien umstritten ist. Tierschützer protestieren seit Jahren gegen das Stiertreiben. Sie sprechen unter anderem von «mittelalterlicher Tortur». Trotzdem lockt das Fest weiter Tausende Besucher aus aller Welt an, die vor allem aus Europa, Australien, Asien und den USA kommen.


Bildnachweis: © Miguel Oses/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
«So ein Chaos»: Schwerer Hagel richtet massive Schäden an
Aus aller Welt

Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.

weiterlesen...
Verkehrskontrollen am vergangenen Wochenende
Polizeimeldungen

Kreis Heinsberg (ots) - Bei Kontrollen konnten am vergangenen Wochenende folgende Verkeh

weiterlesen...

Neueste Artikel

Wal bei Heiligenhafen vor deutscher Ostseeküste gesichtet
Aus aller Welt

«Timmy» war nicht der erste Buckelwal in der Ostsee. In den vergangenen Wochen war in dänischen Gewässern wieder einer gesehen worden. Ist dieses Tier nun weiter südlich unterwegs?

weiterlesen...
Durchfall-Risiko: Rückruf für Bio-Beerenmischung von Lidl
Aus aller Welt

Wer bei Lidl eine tiefgefrorene Bio-Beerenmischung der Marke Freshona gekauft hat, sollte bestimmte Chargen nicht verzehren. Es gibt ein Gesundheitsrisiko.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wal bei Heiligenhafen vor deutscher Ostseeküste gesichtet
Aus aller Welt

«Timmy» war nicht der erste Buckelwal in der Ostsee. In den vergangenen Wochen war in dänischen Gewässern wieder einer gesehen worden. Ist dieses Tier nun weiter südlich unterwegs?

weiterlesen...
Durchfall-Risiko: Rückruf für Bio-Beerenmischung von Lidl
Aus aller Welt

Wer bei Lidl eine tiefgefrorene Bio-Beerenmischung der Marke Freshona gekauft hat, sollte bestimmte Chargen nicht verzehren. Es gibt ein Gesundheitsrisiko.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner