Ein verurteilter Mörder ist in den USA trotz Bedenken zu einem implantierten Herzgerät hingerichtet worden - ohne dass dieses vorher ausgeschaltet wurde. Ein Vertreter der Gefängnisverwaltung im Bundesstaat Tennessee sagte, dass der Häftling eine Spritze bekam und um 10.43 Uhr (Ortszeit) sei er für tot erklärt worden. Der Mann war zum Tode verurteilt worden, weil er in den 1980er Jahren nach US-Medienberichten seine damalige Freundin und ihre zwei kleinen Töchter umgebracht hatte. Die Opferfamilie ließ eine Erklärung verlesen, in der es hieß, dass man nun erleichtert sei. Man habe nie eine Entschuldigung erhalten. US-Reporterinnen, die den Verlauf bis zu seinem Tod mitverfolgten, berichteten, der Häftling habe über starke Schmerzen geklagt. Im Vorfeld hatten die Anwälte des Häftlings laut Medienberichten Befürchtung geäußert, dass das Herzgerät, das laut «New York Times» als Herzschrittmacher und Defibrillator fungieren kann, während der Hinrichtung Stromstöße abgeben könnte, um ihn am Leben zu erhalten. Zudem brachte das Anwaltsteam demnach seine geistige Behinderung vor, um die Hinrichtung zu verhindern. Sie sprach nach der Hinrichtung von der Aushöhlung der Rechtsstaatlichkeit. Die Todesstrafe ist in den USA umstritten. Fortschritte in der Forensik sowie Enthüllungen über Justizirrtümer nähren Zweifel an der Unfehlbarkeit des Systems - in den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass möglicherweise auch Unschuldige exekutiert wurden. Soziale Ungleichheit und Rassismus spielen ebenfalls eine Rolle.Gerät war Herzschrittmacher und Defibrillator
Bildnachweis: © Paul Buck/epa/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Häftling mit aktivem Herzgerät in den USA hingerichtet
Mit einer Spritze ist in den USA ein Häftling getötet worden. Davor hatte es eine Debatte um seinen Herzschrittmacher gegeben.
Meistgelesene Artikel
- 18. Mai 2026
Warum der Brauttanz nicht fehlen darf – Hochzeitseinkauf mit Erlebnisfaktor in Erkelenz
Im STATZ Lagerverkauf wird der besondere Moment des Hochzeitstanzes bereits in die Vorbereitung integriert.
Was steht vom 22. bis 28.05.2026 an?
Erkelenz (ots) - Nach einem Brand in einem leerstehenden Gartencenter an der Kölner Stra
Neueste Artikel
- 18. Juni 2026
Kind tot im Auto: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Nach dem Tod eines Kleinkinds in einem Auto ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Mutter. Was zu den möglichen Ursachen und den laufenden Untersuchungen bekannt ist.
Eine Mutter vergisst ihr Kind im Auto. Stundenlang, bei Hitze und mit tödlichen Folgen. Ein tragischer Einzelfall? Experten können erklären, wie es so weit kommt - und welche Tricks es dagegen gibt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 18. Juni 2026
Kind tot im Auto: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Nach dem Tod eines Kleinkinds in einem Auto ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Mutter. Was zu den möglichen Ursachen und den laufenden Untersuchungen bekannt ist.
Eine Mutter vergisst ihr Kind im Auto. Stundenlang, bei Hitze und mit tödlichen Folgen. Ein tragischer Einzelfall? Experten können erklären, wie es so weit kommt - und welche Tricks es dagegen gibt.






















