6. Dezember 2024 / Aus aller Welt

Heute wird das «Wort des Jahres» verkündet

Was haben «Krisenmodus», «Teuro» und «heiße Höschen» gemeinsam? Alle drei Begriffe hat die Gesellschaft für deutsche Sprache schon zu «Wörtern des Jahres» gekürt. Nun blickt sie auf 2024.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache will mit ihrer Liste der «Wörter des Jahres» wieder den Nerv der Zeit treffen. (Symbolbild)
von dpa

Seit mehr als einem halben Jahrhundert kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) bereits die «Wörter des Jahres» - heute ist es wieder so weit. In Wiesbaden verkündet sie zehn Begriffe und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. 

Die Begriffe waren von der Jury in diesem Jahr aus mehr als 2000 Belegen gewählt worden. Die Vorschläge stammen aus verschiedenen Medien, zudem kann jeder Begriffe einsenden. 

«Für die Auswahl der "Wörter des Jahres" entscheidend ist dabei nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern vielmehr seine Signifikanz und Popularität», erläuterte die GfdS. Die ausgewählten Wörter und Wendungen seien mit keiner Wertung oder Empfehlung verbunden.

«Krisenmodus» war 2023 «Wort des Jahres»

2023 war «Krisenmodus» auf Platz eins gelandet. Die GfdS verwies dabei etwa auf den Überfall Russlands auf die Ukraine, die Energiekrise, die Bildungsmisere und den Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel. Auf den beiden folgenden Plätzen der Wörter-Zehnerliste landeten 2023 «Antisemitismus» und «leseunfähig».

Die GfdS ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache mit Sitz in Wiesbaden. Die rund zehnköpfige Jury setzt sich aus Sprachwissenschaftlern, Medienexperten und dem Hauptvorstand der Gesellschaft zusammen. 

Das «Wort des Jahres» wurde von der GfdS erstmals 1971 und seit 1977 regelmäßig gekürt. Die Liste soll nach ihren Angaben den sprachlichen Nerv eines bald endenden Jahres treffen und so einen besonderen Beitrag zur Zeitgeschichte liefern.

«Heiße Höschen» 1971

Das erste ausgewählte Schlüsselwort lautete vor 53 Jahren «aufmüpfig». Schon damals war auch das Wort «Umweltschutz», ebenso aber die Wendung «heiße Höschen» auf der Liste vertreten. 

In den folgenden Jahrzehnten wurden unter anderem «Rasterfahndung» (1980), «Besserwessi» (1991), «Teuro» (2002), «Bundeskanzlerin» (2005), «GroKo» (2013) oder «Zeitenwende» (2022) zum «Wort des Jahres» bestimmt.


Bildnachweis: © picture alliance / Susann Prautsch/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Erkelenz im Advent: Weihnachtsmarkt, festliche Aktionen und strahlende Innenstadt
Aktuelle Nachrichten

Mit Beginn der Adventszeit hält wieder vorweihnachtliche Stimmung Einzug in Erkelenz und die umliegenden Dörfer.

weiterlesen...
Erkelenzer Bahnhof: Modernisierung schreitet voran – Restarbeiten laufen bis Anfang 2026
Aktuelle Nachrichten

Die Deutsche Bahn hatte im Sommer angekündigt, den Erkelenzer Bahnhof umfassend aufzuwerten.

weiterlesen...
Dein Erkelenz Wochenübersicht für die KW47 & 48
Erlebe Dein Erkelenz

Was steht vom 21. bis 27.11.2025 an?

weiterlesen...

Neueste Artikel

Gerderhahn tut Gut(es): Weihnachtsdorf erzielt hohe Spendensumme
Aktuelle Nachrichten

Ein beeindruckender Betrag ist in diesem Jahr beim Gerderhahner Weihnachtsdorf zusammengekommen.

weiterlesen...
Weiße Weihnachten? Genaue Prognose noch schwierig
Aus aller Welt

Schnee zu Weihnachten bleibt wohl die Ausnahme: Laut Wetterdienst wird es zwar kälter, doch die Chancen auf weiße Flocken sind gering. Was die Experten zur aktuellen Wetterlage sagen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Weiße Weihnachten? Genaue Prognose noch schwierig
Aus aller Welt

Schnee zu Weihnachten bleibt wohl die Ausnahme: Laut Wetterdienst wird es zwar kälter, doch die Chancen auf weiße Flocken sind gering. Was die Experten zur aktuellen Wetterlage sagen.

weiterlesen...
Mutmaßlicher Entführer: Mussten im Block-Hotel nichts zahlen
Aus aller Welt

Der Chef einer Sicherheitsfirma, der die Entführung der Block-Kinder organisiert haben soll, sagt im Gericht aus. Die Richterin will wissen: Wer zahlte für die Unterbringung im Luxushotel der Familie?

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner