22. Februar 2026 / Aus aller Welt

Lawinenkatastrophe in Kalifornien: Alle neun Toten geborgen

Vier Tage nach dem verheerenden Lawinenunglück in den USA sind alle Toten geborgen worden. Schneemassen hatten den Einsatz erschwert. Inzwischen ist auch die Identität der Opfer bekannt.

Tagelanges Schneetreiben behinderte die Bergungsaktion.
Veröffentlicht am 22. Februar 2026 um 03:01 Uhr von dpa

Vier Tage nach einem der folgenschwersten Lawinenunglücke in der Geschichte der USA sind die Leichen aller neun Todesopfer geborgen worden. Es handelt sich um sieben Frauen und zwei Männer im Alter von 30 bis 52 Jahren, darunter drei Bergführer, wie das Sheriffbüro im kalifornischen Nevada County am Samstag mitteilte. Sie waren am Dienstag bei einem Lawinenabgang nahe Castle Peak im Tahoe National Forest ums Leben gekommen. Ein Wintersturm mit heftigem Schneefall erschwerte die Bergungsarbeiten.

Die Gruppe aus vier Bergführern und elf Gästen war auf dem Rückweg einer dreitägigen geführten Skitour zu den Frog-Lake-Hütten gewesen, als sich das etwa Hundert Meter lange Schneebrett löste. Sechs von ihnen, darunter ein Bergführer, überlebten den Lawinenabgang und konnten ein Notsignal absetzen. Dutzende Rettungskräfte kämpften sich im Schneetreiben an die Unglücksstelle durch und erreichten die Überlebenden nach Stunden. Zwei Skitourengänger mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Brisante Wetterlage mit Lawinenwarnung

Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, wie es bei der brisanten Wetterlage zu dem Unglück kam. Wegen des vielen Neuschnees hatte das Sierra Avalanche Center vor hoher Lawinengefahr gewarnt. 

In der Region gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach schwere Lawinen – das letzte Ereignis dieser Größenordnung liegt allerdings schon Jahrzehnte zurück: Im März 1982 kamen bei einem Lawinenunglück in einem Skiresort im Lake-Tahoe-Gebiet sieben Menschen ums Leben.


Bildnachweis: © Stephen Lam/San Francisco Chronicle/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
«So ein Chaos»: Schwerer Hagel richtet massive Schäden an
Aus aller Welt

Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.

weiterlesen...
Hitze und Fußball führen zu Stromausfall in Rüsselsheim
Aus aller Welt

Fernseher laufen wegen der WM-Übertragung, Ventilatoren und Klimaanlagen wegen der Hitze. In Rüsselsheim ging deswegen bei vielen Menschen das Licht aus.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Fall in Stade: Auflagen für Verdächtigen endeten vor Tod
Aus aller Welt

Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gefängnis. Wie konnte das passieren? Erste Erkenntnisse zu einer fatalen Entscheidung im Gefängnis.

weiterlesen...
Ungewöhnliches System dreier Himmelskörper entdeckt
Aus aller Welt

Die Abgrenzung zwischen Stern, Planet und Mond wird bei einem neu entdeckten System schwierig. Brauchen Astronomen eine neue Kategorie für Himmelskörper?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Fall in Stade: Auflagen für Verdächtigen endeten vor Tod
Aus aller Welt

Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gefängnis. Wie konnte das passieren? Erste Erkenntnisse zu einer fatalen Entscheidung im Gefängnis.

weiterlesen...
Ungewöhnliches System dreier Himmelskörper entdeckt
Aus aller Welt

Die Abgrenzung zwischen Stern, Planet und Mond wird bei einem neu entdeckten System schwierig. Brauchen Astronomen eine neue Kategorie für Himmelskörper?

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner