Nach dem Überfall auf einen Gefangenentransport mit zwei Toten in Frankreich wird weiter nach den Tätern und dem befreiten Häftling gesucht. Es würden «beispiellose Mittel der internationalen Zusammenarbeit und der Kriminalpolizei» mobilisiert, versicherte Innenminister Gérald Darmanin im Sender RTL. Am Dienstag war in der Region Eure in der Normandie ein Gefangenentransport an einer Mautstelle überfallen und beschossen worden. Ein Auto rammte den Transporter von vorne und zwang ihn so zum Stopp. Ein anderes Fahrzeug kam von hinten. Die Angreifer schossen mit Maschinengewehren auf den Transporter und töteten zwei Beamte. Drei weitere wurden schwer verletzt. Einer der beiden getöteten Beamten hinterlässt zwei Kinder, der andere eine Frau, die im fünften Monat schwanger ist. Der Häftling konnte daraufhin zusammen mit den vier Angreifern fliehen. Der 30-Jährige mit dem Spitznamen «Die Fliege» wurde zuvor unter anderem wegen Einbruchs und schweren Diebstahls zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem wird ihm in anderen Fällen vorsätzliche Tötung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Medienberichten zufolge hat er Kontakte zum organisierten Verbrechen. Kurz zuvor hatte er demnach versucht, in seiner Zelle die Gitterstäbe durchzusägen, um sich zu befreien. Wenige Kilometer entfernt wurden inzwischen zwei Autos aufgefunden, bei denen es sich um die Fluchtfahrzeuge handeln könnte. Von den Tätern fehlte allerdings jede Spur. Interpol schrieb den Mann am Mittwoch zur Fahndung aus. Der Gefangenentransport wurde nicht von der Polizei eskortiert - Gewerkschaften fordern nun besseren Schutz von Strafvollzugsbeamten und mehr Personal und protestierten vor Gefängnissen landesweit.
Bildnachweis: © Alain Jocard/AFP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Überfall auf Gefangenentransport: Häftling flüchtig
Es klingt wie ein Gangsterfilm: Vermummte Gestalten attackieren einen Gefangenentransport, erschießen zwei Beamte und befreien den Häftling. Nun sucht Frankreich die Täter.
Meistgelesene Artikel
- 14. Juli 2026
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.
Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.
- 22. Juni 2026
Verkehrskontrollen am vergangenen Wochenende
Kreis Heinsberg (ots) - Bei Kontrollen konnten am vergangenen Wochenende folgende Verkeh
Neueste Artikel
- 17. Juli 2026
Mordvorwürfe: Klinik-Arzt vor Gericht
Der Verdacht wiegt schwer: Hat ein Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover Patienten gegen deren Willen mit Medikamenten getötet - oder es in einem Fall versucht?
- 17. Juli 2026
Vorbild Coldplay: Mega-Events können Klimaschutz fördern
Forscher sehen in den Zuschauerreisen den Hauptfaktor für CO₂-Emissionen bei Mega-Events. Sie liefern Klimaschutzideen für die Reisen und die Events - unter anderem inspiriert von der Band Coldplay.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. Juli 2026
Mordvorwürfe: Klinik-Arzt vor Gericht
Der Verdacht wiegt schwer: Hat ein Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover Patienten gegen deren Willen mit Medikamenten getötet - oder es in einem Fall versucht?
- 17. Juli 2026
Vorbild Coldplay: Mega-Events können Klimaschutz fördern
Forscher sehen in den Zuschauerreisen den Hauptfaktor für CO₂-Emissionen bei Mega-Events. Sie liefern Klimaschutzideen für die Reisen und die Events - unter anderem inspiriert von der Band Coldplay.






















