31. August 2023 / Aus aller Welt

Pathologiebericht bestätigt: Pinguin von Raubtier getötet

Lange wurde spekuliert, wer oder was den Humboldtpinguin im Rostocker Zoo getötet hat. Fest steht schon länger: es war kein Mensch. Welches Tier es tatsächlich war, wird wohl jedoch ein Rätsel bleiben.

Die Humboldtpinguine im Rostocker Zoo werden vorsorglich im benachbarten Pelikan-Haus untergebracht.
Veröffentlicht am 31. August 2023 um 16:25 Uhr von dpa

Nach dem gewaltsamen Tod eines Pinguins im Rostocker Zoo steht nun endgültig fest, dass ein Raubtier den Vogel gerissen hat. Dem schriftlichen Pathologiebericht des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) zufolge passen die Bissspuren zu einem Tier, wie eine Sprecherin des Zoos n Rostock sagte.

Welches Tier konkret den Pinguin angegriffen hatte, wurde jedoch nicht genau bestimmt. Und eine endgültige Aussage dazu wird wohl auch offen bleiben: «Hierzu sind keine weiteren Analysen geplant», sagte die Zoosprecherin weiter. Nach dpa-Informationen gilt es als wahrscheinlich, dass ein Fuchs den Pinguin getötet hat.

Tierpfleger alarmierten Polizei

Das LALLF hatte das fünf Jahre alte Tier nach eigenen Angaben noch am Dienstag untersucht. An dem Morgen hatte ein Tierpfleger den gewaltsam getöteten Humboldtpinguin im Gehege entdeckt. Da Anzeichen eines Kampfes mit einem Raubtier gefehlt hätten, am Hals ein auffällig glatter Schnitt entdeckt worden sei und um nicht etwaige Spuren zu verwischen, habe man die Polizei verständigt, sagte die Zoo-Sprecherin bereits am Mittwoch. So seien auch im Nachhinein entdeckte Bissspuren zunächst im Gefieder versteckt gewesen.

Die Polizei hatte zunächst unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die Pinguine wurden vorsorglich von der Anlage genommen und haben nun weiterhin im benachbarten Pelikan-Haus Unterschlupf gefunden. Dort sollen sie so lange bleiben, bis die Pinguin-Anlage gesichert ist.


Bildnachweis: © Bernd Wüstneck/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
«So ein Chaos»: Schwerer Hagel richtet massive Schäden an
Aus aller Welt

Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.

weiterlesen...
Verkehrskontrollen am vergangenen Wochenende
Polizeimeldungen

Kreis Heinsberg (ots) - Bei Kontrollen konnten am vergangenen Wochenende folgende Verkeh

weiterlesen...

Neueste Artikel

Unbekannter attackiert Festbesucher – acht Verletzte
Aus aller Welt

Blutige Nacht bei einem Dorffest: Ein Unbekannter verletzt mehrere Menschen, darunter einen 16-Jährigen. Der Täter kann in der Menge verschwinden - die Fahndung läuft.

weiterlesen...
Mindestens fünf Tote nach Erdbeben in Peru
Aus aller Welt

Ein Erdbeben erschüttert das zentrale Hochland Perus und richtet schwere Schäden an. Dutzende Häuser werden zerstört. Auch Todesopfer werden gemeldet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Unbekannter attackiert Festbesucher – acht Verletzte
Aus aller Welt

Blutige Nacht bei einem Dorffest: Ein Unbekannter verletzt mehrere Menschen, darunter einen 16-Jährigen. Der Täter kann in der Menge verschwinden - die Fahndung läuft.

weiterlesen...
Mindestens fünf Tote nach Erdbeben in Peru
Aus aller Welt

Ein Erdbeben erschüttert das zentrale Hochland Perus und richtet schwere Schäden an. Dutzende Häuser werden zerstört. Auch Todesopfer werden gemeldet.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner