20. Februar 2025 / Aus aller Welt

Planeten-Parade am Nachthimmel

Himmelsbeobachter können sich in den kommenden Tagen auf einen seltenen Anblick freuen: Gutes Wetter vorausgesetzt lassen sich alle Planeten am Abendfirmament erspähen.

ILLUSTRATION - Jupiter und Mars am Nachthimmel
Veröffentlicht am 20. Februar 2025 um 12:33 Uhr von dpa

Es ist ein seltener Anblick: In den kommenden Tagen kann man von der Erde aus alle anderen Planeten am Nachthimmel erspähen - gutes Wetter vorausgesetzt. Der beste Zeitpunkt sei am kommenden Dienstag (25. Februar) kurz nach Sonnenuntergang, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

Die Planeten sind dabei nicht wie an einer Perlenkette aufgereiht, sondern in einem sogenannten Großkreis in unterschiedlichen Himmelsrichtungen zu sehen. «Die Planeten stehen weit über den Himmel verteilt», sagte Pilz. 

Alle Planeten auf derselben Seite der Sonne

Demnach stehen Merkur und Saturn nach Sonnenuntergang eng beieinander knapp über dem Horizont, etwas höher der nur schwer auszumachende Neptun, und deutlich darüber strahlt die Venus. Jupiter leuchtet im Süden, Uranus steht eine handbreit weiter westlich, den rötlichen Mars findet man östlich von Jupiter. 

Um Uranus und Neptun - die beiden äußersten Planeten im Sonnensystem - zu sehen, brauche man Hilfsmittel wie Fernglas oder Teleskop und möglichst eine Karte, um sie zwischen den vielen Sternen aufzufinden, betont Pilz. Grund für die gleichzeitige Beobachtbarkeit am Himmel ist, dass alle Planeten von der Erde aus gesehen auf derselben Seite der Sonne stehen. 

Freier Blick nach Westen wichtig

Da Merkur und Saturn am Dienstag nur knapp über dem Horizont stehen, braucht man einen Standort mit freiem Blick nach Westen. Und auch wenn die beiden Planeten vom Nachthimmel verschwunden sein werden, bieten die drei hellsten Planeten Venus, Jupiter und Mars noch ein eindrückliches Bild, wie Pilz betont. Dazu geselle sich ab Anfang März der Mond: Schon am 1. März steht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zwischen Merkur und Venus.


Bildnachweis: © Joe Giddens/PA Wire/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
«So ein Chaos»: Schwerer Hagel richtet massive Schäden an
Aus aller Welt

Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.

weiterlesen...
Hitze und Fußball führen zu Stromausfall in Rüsselsheim
Aus aller Welt

Fernseher laufen wegen der WM-Übertragung, Ventilatoren und Klimaanlagen wegen der Hitze. In Rüsselsheim ging deswegen bei vielen Menschen das Licht aus.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Fall in Stade: Auflagen für Verdächtigen endeten vor Tod
Aus aller Welt

Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gefängnis. Wie konnte das passieren? Erste Erkenntnisse zu einer fatalen Entscheidung im Gefängnis.

weiterlesen...
Ungewöhnliches System dreier Himmelskörper entdeckt
Aus aller Welt

Die Abgrenzung zwischen Stern, Planet und Mond wird bei einem neu entdeckten System schwierig. Brauchen Astronomen eine neue Kategorie für Himmelskörper?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Fall in Stade: Auflagen für Verdächtigen endeten vor Tod
Aus aller Welt

Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gefängnis. Wie konnte das passieren? Erste Erkenntnisse zu einer fatalen Entscheidung im Gefängnis.

weiterlesen...
Ungewöhnliches System dreier Himmelskörper entdeckt
Aus aller Welt

Die Abgrenzung zwischen Stern, Planet und Mond wird bei einem neu entdeckten System schwierig. Brauchen Astronomen eine neue Kategorie für Himmelskörper?

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner