15. Oktober 2024 / Aus aller Welt

Sarah Connor und Peta protestieren gegen Haltung von Orcas

Ungewöhnlicher Anblick in Berlin-Mitte: Die Sängerin Sarah Connor liegt eingeengt in einem Aquarium. Sie demonstriert gegen die Gefangenschaft von Orcas. Die Protestaktion ist nicht ihre Erste.

Peta fordert Tui auf keine Tickets mehr für Zoos mit Orca-Haltung zu verkaufen.
Veröffentlicht am 15. Oktober 2024 um 15:18 Uhr von dpa

Aus Protest gegen die Unterstützung von Marineparks mit gefangenen Orcas hat die Musikerin Sarah Connor sich vor ein Berliner Tui-Reisebüro in ein leeres und beengtes Aquarium gelegt. In den Händen hielt sie ein Schild mit der Aufschrift «Lasst mich frei!».

«Es gibt keine artgerechte Haltung für Tiere wie Orca-Wale in Gefangenschaft», sagte die 44-Jährige, die aus Delmenhorst stammt, im Anschluss an die Aktion. «Das ist Tierquälerei, es ist moralisch und ethisch nicht mehr vertretbar in der heutigen Zeit.» Schon als Kind habe sie eine große Faszination für Orcas und Delfine gehabt und gegen die Haltung der Tiere protestiert.

«Wir fordern Tui auf, den Verkauf von Tickets zu stoppen»

Die Protestaktion wurde von der Tierschutzorganisation Peta organisiert. Rund zwanzig Aktivistinnen und Aktivisten nahmen teil. Nach Angaben des Vereins ist Tui einer der letzten Reiseanbieter in Deutschland, der Zoos, in denen Orcas und Delfine gefangen gehalten werden, bewirbt und durch den Verkauf von Tickets finanziell unterstützt. 

«Wir fordern Tui auf, den Verkauf von Tickets zu stoppen», sagte Peta-Aktivistin Ayshea Kelly. Die Tiere seien in winzigen kahlen Betonbetten eingesperrt und litten unter chronischem Stress. Peta fordert Tui bereits seit Jahren auf, Delfinarien aus dem Urlaubsangebot zu streichen. Ein Sprecher des Reisekonzerns wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. Online heißt es, Tui überprüfe regelmäßig die Tierschutzstandards der unterstützten Einrichtungen.


Bildnachweis: © Paul Zinken/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
«So ein Chaos»: Schwerer Hagel richtet massive Schäden an
Aus aller Welt

Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.

weiterlesen...
Verkehrskontrollen am vergangenen Wochenende
Polizeimeldungen

Kreis Heinsberg (ots) - Bei Kontrollen konnten am vergangenen Wochenende folgende Verkeh

weiterlesen...

Neueste Artikel

US-Botschafter sorgt mit Megajacht auch in Venedig für Ärger
Aus aller Welt

Tilman Fertitta ist Milliardär, Trump-Vertrauter und auch noch Diplomat. Mit seiner riesigen Jacht macht er nun Zwischenstopp in der Lagunenstadt. Das gefällt nicht jedem.

weiterlesen...
Bahn-Mitarbeiter aus Zug gestürzt - Zustand kritisch
Aus aller Welt

Nach einem Streit bei einer Ticketkontrolle stürzt ein Bahn-Mitarbeiter aus dem Zug. Jetzt werden weitere Details bekannt - etwa zur Frage, wie schnell die Bahn unterwegs war.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

US-Botschafter sorgt mit Megajacht auch in Venedig für Ärger
Aus aller Welt

Tilman Fertitta ist Milliardär, Trump-Vertrauter und auch noch Diplomat. Mit seiner riesigen Jacht macht er nun Zwischenstopp in der Lagunenstadt. Das gefällt nicht jedem.

weiterlesen...
Bahn-Mitarbeiter aus Zug gestürzt - Zustand kritisch
Aus aller Welt

Nach einem Streit bei einer Ticketkontrolle stürzt ein Bahn-Mitarbeiter aus dem Zug. Jetzt werden weitere Details bekannt - etwa zur Frage, wie schnell die Bahn unterwegs war.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner