2. Mai 2025 / Aus aller Welt

Streit um Sicherheit: Niederlage für Prinz Harry vor Gericht

Prinz Harry streitet mit dem britischen Innenministerium um seine Sicherheitsvorkehrungen. Jetzt fällt ein weiteres Gericht ein deutliches Urteil.

Prinz Harry liegt im Streit mit dem britischen Innenministerium. (Archivbild)
Veröffentlicht am 2. Mai 2025 um 16:01 Uhr von dpa

Prinz Harry (40) hat im Streit mit dem britischen Innenministerium über die Gewährleistung seiner Sicherheit eine erneute Niederlage vor Gericht erlitten. Das Berufungsgericht wies einen Einspruch Harrys gegen eine Entscheidung ab, wonach er und seine Familie bei Reisen nach Großbritannien nicht mehr automatisch den gleichen Sicherheitsstatus bekommen wie der Rest der britischen Royals.

Die Entscheidung hatte ein Ausschuss des Innenministeriums getroffen. Harrys Forderung, das zu ändern, wies ein Richter im vergangenen Jahr ab - er urteilte, dass die Entscheidung weder rechtswidrig noch «irrational» sei und keine verfahrenstechnische Ungerechtigkeit vorliege. Die vom Prinzen eingelegte Berufung scheiterte nun auch.

Harry hatte sich mit seiner Frau Herzogin Meghan (43) vor fünf Jahren aus dem Königshaus zurückgezogen und seine royalen Pflichten abgelegt. Die beiden leben mit ihren Kindern Prinz Archie und Prinzessin Lilibet in Kalifornien. Das Verhältnis zur Königsfamilie gilt nach diversen Vorwürfen als zerrüttet.

Die Argumente des jüngeren Sohns von König Charles III. (76) seien sowohl kraftvoll als auch bewegend, sagte der Richter des Berufungsgerichts. Das Empfinden der Benachteiligung könne aber nicht in ein rechtliches Argument zur Anfechtung der Entscheidung gewandelt werden.

Harry besorgt um seine Familie

Das Ministerium hatte geltend gemacht, Harry erhalte maßgeschneiderte Vorkehrungen. «Es ist wichtig zu betonen, dass die Entscheidung nicht lautete, dass Sicherheitsvorkehrungen, wie sie bisher bestanden, unter keinen Umständen mehr angeboten werden», hatte ein Anwalt gesagt. Vielmehr sei es darum gegangen, dass die Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr auf der gleichen Grundlage gewährt würden, weil sich Harrys Status verändert habe und er den größten Teil seiner Zeit im Ausland verbringen werde.

Harrys Anwältin hatte dem Executive Committee for the Protection of Royalty and Public Figures dagegen vorgeworfen, es habe seine Entscheidung, Harry einen geringeren Schutz zu gewähren, auf Grundlage einer unzureichenden Sicherheitsanalyse getroffen. Dadurch seien auch Harrys Kinder in Großbritannien nicht ausreichend geschützt. Ein Argument war, dass Al-Qaida zu Harrys Ermordung aufgerufen habe.


Bildnachweis: © Lucy North/PA Wire/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
«So ein Chaos»: Schwerer Hagel richtet massive Schäden an
Aus aller Welt

Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im Norden Deutschlands hat schwerer Hagel große Zerstörungen angerichtet. Sogar Radlader mussten zum Räumen anrücken.

weiterlesen...
Verkehrskontrollen am vergangenen Wochenende
Polizeimeldungen

Kreis Heinsberg (ots) - Bei Kontrollen konnten am vergangenen Wochenende folgende Verkeh

weiterlesen...

Neueste Artikel

Bahn-Mitarbeiter aus Zug gestürzt - Zustand kritisch
Aus aller Welt

Nach einem Streit bei einer Ticketkontrolle stürzt ein Bahn-Mitarbeiter aus dem fahrenden Zug. Jetzt werden weitere Details bekannt - etwa zur Frage, mit welchem Tempo der Regionalzug unterwegs war.

weiterlesen...
400 Menschen bei Brand in Norwegen in Sicherheit gebracht
Aus aller Welt

Auch über Nacht wütet in einem norwegischen Wohngebiet ein heftiger Brand. Am Samstagmorgen kann die Feuerwehr leichte Entwarnung geben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bahn-Mitarbeiter aus Zug gestürzt - Zustand kritisch
Aus aller Welt

Nach einem Streit bei einer Ticketkontrolle stürzt ein Bahn-Mitarbeiter aus dem fahrenden Zug. Jetzt werden weitere Details bekannt - etwa zur Frage, mit welchem Tempo der Regionalzug unterwegs war.

weiterlesen...
400 Menschen bei Brand in Norwegen in Sicherheit gebracht
Aus aller Welt

Auch über Nacht wütet in einem norwegischen Wohngebiet ein heftiger Brand. Am Samstagmorgen kann die Feuerwehr leichte Entwarnung geben.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner