Bei einer schweren Explosion in einer ostchinesischen Chemiefabrik sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere wurden noch vermisst, wie chinesische Staatsmedien unter Berufung auf die Behörden berichteten. 19 Menschen erlitten demnach Verletzungen. Mehr als 230 Feuerwehrleute waren nach offiziellen Angaben zwischenzeitlich vor Ort im Einsatz. Der Unglücksort lag in Gaomi, einer Stadt mit knapp 900.000 Einwohnern nordwestlich der für ihr Bier bekannten Küstenstadt Qingdao. In chinesischen sozialen Medien kursierten Videos einer dichten weit in den Himmel aufsteigenden Rauchsäule. Laut Medienberichten sagten Anwohner, die Explosion habe ihr Haus zum Beben gebracht. Fenster gingen demnach zu Bruch und Gegenstände fielen herunter. In der 2019 errichteten Fabrik waren nach Unternehmensangaben mehr als 300 Menschen beschäftigt. Die Firma stellt unter anderem Pestizide und Pharmazeutika her. Der Katastrophenschutz schickte nach eigenen Angaben medizinische Fachleute und Spezialisten für Arbeitssicherheit an den Unglücksort. Chinas Staatsmedien und offizielle Stellen berichteten über Stunden nach der Explosion nicht über mögliche Verletzte oder Todesopfer. Auch zur Ursache der Explosion lagen zunächst keine Angaben vor. In Chinas Industrie kommt es immer wieder zu Explosionen. Im August vergangenen Jahres detonierte im Hafen der südostchinesischen Stadt Ningbo ein Container auf einem Frachter und richtete einen Schaden in Höhe von 90 Millionen Yuan (derzeit etwa 11 Millionen Euro) an. Eine Untersuchung kam im April zu dem Schluss, dass in dem nicht ausreichend gekühlten Container eine Chemikalie ausgetreten war und in der folgenden Reaktion zu der Detonation führte. 2015 starben mehr als 170 Menschen in der Hafenstadt Tianjin bei mehrerer Explosionen in einem Lagerhaus. Dort waren entzündliche Chemikalien gelagert.Fabrik spezialisiert auf Dünger
Explosionen auch in Vergangenheit
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Tödliche Explosion in Chemiefabrik in China
Um die Mittagszeit erschüttert eine schwere Explosion eine Stadt in Ostchina. Online kursieren Aufnahmen des Unglücks. Doch was tatsächlich geschah, ist lange unklar.
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