20. April 2023 / Aus aller Welt

Twitter entfernt kostenlose Verifikationshäkchen

Cristiano Ronaldo und Beyoncé haben ihre Verifikationshäkchen verloren. Jetzt kommen nur noch zahlende Abo-Kunden in den Genuss.

Der verifizierte Twitter-Acoount von Elon Musk (Archivbild).
Veröffentlicht am 20. April 2023 um 21:43 Uhr von dpa

Twitter hat wie angekündigt mit dem Entfernen der kostenlosen Verifikationshäkchen angefangen, die früher kostenlos an Prominente und relevante Personen vergeben wurden.

Jetzt haben nur noch zahlende Abo-Kunden des Kurznachrichtendienstes das gleich aussehende Symbol in ihren Profilen - aber ohne echte Überprüfung ihrer Identität. Unter den Prominenten, deren Accounts am Donnerstag ohne das weiße Häkchen auf blauem Hintergrund dastanden, waren Fußball-Star Cristiano Ronaldo, die Schauspielerin Halle Berry sowie zahlreiche Musiker wie Lady Gaga, Beyoncé, Shakira und Justin Timberlake.

Jetzt könne sich jeder für sie ausgeben, kritisierte schon vorab die Sängerin Dionne Warwick, deren Account ebenfalls das Verifikations-Häkchen verlor. Die Symbole waren eingeführt worden, damit Nutzer sicher sein konnten, dass sich niemand etwa für Prominente, Politiker oder Sportler ausgibt.

Tech-Milliardär Elon Musk behauptete nach seinem Kauf von Twitter für rund 44 Milliarden Dollar, das Verfahren zur Vergabe der Häkchen sei «korrupt» gewesen. Deswegen sollten nun alle dafür bezahlen. Viele Prominente kündigten an, dass sie kein Abo bei Musks Twitter abschließen werden.

Bei Twitter brachten Werbeeinnahmen traditionell den Großteil des Geschäfts ein. Nach der Übernahme durch Musk gab es eine Abwanderung von Anzeigenkunden. Er hofft nun stärker auf Abo-Erlöse von Nutzern und Unternehmen. Das Häkchen-Symbol zum Teil eines Abos zu machen, gehört zu dem Plan.

Bei dem neuen Modell gibt es eine tatsächliche Verifikation nur für Unternehmen. Sie sollen für ihr goldgelbes Häkchen aber auch deutlich mehr Geld bezahlen: 950 Euro pro Monat statt der 9,52 Euro für einzelne Nutzer.


Bildnachweis: © Stefan Jaitner/dpa
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