Der vor Timmendorfer Strand zunächst gestrandete und wieder befreite Buckelwal hält viele Menschen in Atem. Das Tier hatte bereits zuvor an der Ostseeküste Aufsehen erregt. Das sind die bisherigen mutmaßlichen Sichtungen: - 3. März: Im Hafen von Wismar erscheint ein Großwal und lockt Schaulustige an die Kaikante. Einsatzkräfte entfernen Netzreste vom Tier, allerdings nicht komplett. Auch die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd ist mit einem Schiff vor Ort. Gegen Abend schwimmt der Wal wieder Richtung Ostsee. - 4. März: Einen Tag nach seinem Auftauchen im Wismarer Hafen wird das Tier wieder in der Lübecker Bucht vor Brook westlich von Wismar gesichtet. Sea Shepherd versucht, noch verbleibende Leinenreste zu entfernen. Das gelingt vom größeren Schiff «Triton» aus aber nicht. - 7. März: Nach einer Sichtung vor Scharbeutz sucht Sea Shepherd in der Lübecker Bucht erneut nach dem Wal und findet ihn schließlich gegen Abend vor Boltenhagen. Von einem Schlauchboot aus gelingt es, Netzreste zu entfernen. - 8. März: Auch weiter östlich gibt es Walsichtungen. So erreichen das Deutsche Meeresmuseum am 8. März Meldungen zunächst aus Westmecklenburg, gegen Mittag aber auch aus Graal-Müritz östlich von Rostock und am Nachmittag aus Wustrow und Ahrenshoop. Wegen der Sichtungen davor und danach handle es sich wahrscheinlich um den Wismarer Wal, sagt Anja Gallus, Biologin des Deutschen Meeresmuseums. - 10. März: Vor der Küste bei Steinbeck in Nordwestmecklenburg hat sich laut Wasserschutzpolizei ein Wal in einem Fischernetz verfangen. Unter anderem eine Leine am Tier legt laut Behörde nahe, dass es der Wismarer Wal ist. Ein örtlicher Fischer holt das Netz ein, wobei es durchtrennt wird. Anschließend schwimmt das Tier wieder seewärts, zeitweise begleitet durch ein Polizeiboot. - 14. und 15. März: An dem Wochenende werden dem Deutschen Meeresmuseum Walsichtungen vor der Küste Nordwestmecklenburgs vor Warnkenhagen, Steinbeck und Boltenhagen gemeldet. Die Experten gehen auch hier wegen des zeitlichen Zusammenhangs davon aus, dass es der bereits zuvor aufgetauchte Wal ist. - 19. März: Am Abend beobachtet Sea Shepherd von der «Triton» aus, wie der Wal vor Travemünde in die Trave schwimmt. - 20. März: Nach einer Sichtung in der Lübecker Bucht bei Haffkrug und Scharbeutz wird Sea Shepherd von der Wasserschutzpolizei verständigt. Der Organisation gelingt es, von einem Schlauchboot aus, eine am Tier verbleibenden Leine zumindest teilweise mit einem Spezialwerkzeug zu entfernen. Später schwimmt der Wal weiter mit Netzresten am Körper Richtung offenes Meer. - 23. März: Am Montagmorgen wird der Buckelwal auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt. Er sitzt im flachen Wasser fest. Tagelange Rettungsversuche laufen an - unter anderem mit Baggern. - 27. März: Der Buckelwal ist befreit. Nachdem er sich am Abend des 26. März bereits ein Stück bewegen konnte, liegt er am frühen Morgen des 27. März nicht mehr im Uferbereich vor Timmendorfer Strand. Stattdessen schwimmt er in der Lübecker Bucht.
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Wo der befreite Wal zuvor schon aufgetaucht ist
Ein Buckelwal sorgt an der Ostsee für Schlagzeilen, aber nicht erst mit seiner Strandung und anschließenden Befreiung. Schon vorher erregte er Aufsehen - etwa in einem Hafen.
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