21. Januar 2021 / Lokale Unternehmen

Schlaukopf Institut für systemisches Lernen

Mit Bewegung und Wahrnehmungsübungen Lernschwierigkeiten effektiv verbessern

Team, Schlaukopf, Lernen

Immer mehr Kinder mit diagnostizierten Lernschwierigkeiten sitzen in deutschen Klassenräumen. Sie nehmen an Förderkursen teil, bearbeiten Unmengen von Arbeitsblättern und sind redlich bemüht, die vorhandenen Lücken zu schließen. Häufiger als gedacht liegen jedoch die Ursachen dieser Lernstörungen in eingeschränkten Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprozessen, die durch ein klassisches Lese-Rechtschreibtraining und mathematische Übungen nicht zu verbessern sind. Doch was bedeutet das?

Bewegung beginnt im Mutterleib
Das ungeborene Kind „trainiert“ bereits im Mutterleib seine Muskeln, das Zusammenspiel der Augen, Kopfbewegungen, Atmung, Saugen und Schlucken. Dabei folgt die Bewegungs-entwicklung einer Art motorischem Programm. Bereits hier beginnt die Verknüpfung von Wahrnehmung (Sensorik) und Bewegung (Motorik) und die ersten Nervenzellen-verknüpfungen entstehen. Mit der Geburt und vor allem in den ersten drei Lebensjahren werden diese sensomotorischen Verknüpfungen verfeinert. Krankheiten, Stress, Reizarmut bremsen diese Entwicklung und können notwendige Vernetzungs- und Umbauarbeiten im Gehirn behindern – der Stolperstein für spätere Lernschwierigkeiten ist gelegt!

Energie, Sicherheit und neue Lernfreude durch gute Wahrnehmung
Die Grundlage für Lesen, Schreiben und Rechnen ist unsere Wahrnehmung:

Das Gleichgewicht
Wo ist oben? Wo bewege ich mich hin? Das Gleichgewichtsorgan sitzt tief in unserm Innenohr und steuert uns wie ein dreidimensionaler Navigator. Es lässt uns trotzt Schwerkraft aufrecht stehen und gehen und sendet permanent Signale an Muskeln und Gelenke mit dem Auftrag „Haltung bewahren“. Vor allem die Bewegung des Kopfes und auch der Augen hängen eng mit dem Gleichgewicht zusammen. Gibt unser Gleichgewichtsorgan keine eindeutigen Rückmeldungen über die Lage unseres Körpers im Raum, kommt das einer Karussellfahrt gleich und eine räumliche Orientierung kann nur eingeschränkt stattfinden. Damit wird jedes Verständnis für Größen und Objektbeziehungen – die Grundlage der Mathematik – zur Knobelaufgabe. Zudem kostet das ständige Nach-Navigieren sehr viel Energie, die zum Lernen fehlt.

Die Augen
Sehe ich klar? Kann ich Objekte voneinander abgrenzen? Kann ich ein Objekt lückenlos verfolgen und es dabei IMMER klar sehen? Unsere Augen sind das dominanteste sensorische System und liefern uns 70 bis 90% aller Informationen! Warum kümmern wir uns dann so wenig um sie? Statt sie wie unsere Muskeln regelmäßig zu trainieren, setzen wir Ihnen Käfige (Brillen) auf, um das Sichtfeld zu begrenzen und das fehlende Training zu kompensieren. Dabei machen die Augen VIEL mehr, als nur eine klare Sicht. Wenn unsere Augen gemeinsam kein einheitliches Bild von Dingen erzeugen und dieses auch über einen gewissen Zeitraum aufrechterhalten, kann Lernen und Verstehen nicht funktionieren. 

Die Körperwahrnehmung
Wie und wo steht mein Körper im Raum? Was ist groß und klein, warm und kalt und wo bitte ist rechts und links? Körperwahrnehmung, auch Propriozeption genannt, passiert in unserem Gehirn und mit jeder Bewegung entsteht eine detailliertere 3D Karte von unserem Körper. Körperstellen, die wir nie benutzen oder bewegen, können somit auch nicht abgebildet werden und sind für unser Gehirn „gefährlich“ und das Gehirn zieht die „Bremse“ an. Eine lückenhafte Körperwahrnehmung kann zu Bewegungsungeschick und außergewöhnlichen Reaktionen wie Gefühlsausbrüchen und Träumerei führen. 

Lernschwierigkeiten sollten immer ernst genommen werden
Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben beeinträchtigen Kinder in allen Unterrichtsfächern und auch in ihrer Freizeit. Dadurch wird ein entspanntes und entdeckendes Lernen fast unmöglich. Das ist energieraubend für die Kinder, Eltern und ihr pädagogisches Umfeld. Hier sind frühzeitige Hilfestellungen wichtig, damit der Lese- und Schriftspracherwerb sowie die Entwicklung des mathematischen Grundverständnisses möglichst ungestört erfolgen können. Mit individuellen Übungen für die Sensorik und Motorik können diese Unreifen und die daraus resultierenden Kompensationsmuster altersunabhängig verbessert werden. 

Über das Schlaukopf Institut für systemisches Lernen 

Lehrerin trifft Sportökonomin und eine gemeinsame Leidenschaft wird zum Beruf!  
Neben der direkten Arbeit mit den Kindern möchten wir beraten, coachen und unser Wissen an pädagogisches Fachpersonal wie Lehrer und Erzieher aber auch Kinderärzte, Ergo- und Physiotherapeuten sowie betroffene Eltern weitergeben. Unsere Erfahrung zeigt, dass das brandaktuelle Wissen aus der Neurowissenschaft um die Zusammenhänge von Sensomotorik und Lernen noch nicht überall bekannt und „begreifbar“ sind.

Mehr unter: www.schlaukopf-institut.de

Schlaukopf Institut für systemisches Lernen 
Hermann-Josef-Gormanns-Str. 9
41812 Erkelenz
Tel.: 02431-9728855

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