15. Mai 2023 / Aus aller Welt

Brände im Westen Kanadas wüten weiter

Wegen der Feuer mussten mehr als 19.000 Menschen evakuiert werden. Eine Entspannung der Lage ist noch nicht in Sicht.

Nach Angaben der für Waldbrände zuständigen Behörden in Alberta hat das heiße, trockene und windige Wetter die Brandbedingungen weiter ins Extreme getrieben.
von dpa

Rund zwei Wochen nach Ausbruch der ersten Brände im Westen Kanadas haben die Feuerwehren die Flammen noch immer nicht unter Kontrolle bringen können. Die Feuerschutzbehörde Alberta Wildfire registrierte gestern 89 Waldbrände, von denen 23 als «außer Kontrolle geraten» eingestuft wurden.

Derzeit seien noch immer mehr als 19.000 Menschen evakuiert. Auch für die nahe Zukunft ist keine Entspannung in Sicht: Die Lage sei extrem instabil, sagte Colin Blair, der Direktor der Behörde für Katastrophenschutz Alberta.

Mittlerweile seien in diesem Jahr in der Provinz Alberta bei mehr als 450 Bränden rund 521.000 Hektar Land abgebrannt. Die bislang abgebrannte Fläche entspricht ungefähr einem Drittel der Größe Schleswig-Holsteins.

Aussicht auf Regen gering

Die Informationsbeauftragte von Alberta Wildfire, Josee St-Onge, sagte: «Wir gehen davon aus, dass die Bedingungen weiterhin schwierig sein werden, und das wird auch in den nächsten Tagen so sein, weil die Hitze und Trockenheit anhalten.» Die Aussicht auf Regen sei gering. Die Brandgefahr sei am Sonntag erneut als extrem eingestuft worden, der Höhepunkt der Gefahr bestehe noch bevor.

Vor gut einer Woche hatte die Provinz Alberta angesichts des Ausmaßes der Feuer den Notstand ausgerufen. Damit können Bundesmittel für den Kampf gegen die Flammen freigegeben werden. Derzeit kämpfen rund 1500 Feuerwehrleute aus Alberta gegen die verschiedenen Brände; weitere 800 Menschen anderer Behörden helfen, darunter 200 Feuerwehrleute aus den USA und 300 Angehörige der kanadischen Streitkräfte.

Im Jahr 2016 hatte Alberta bereits riesige Brände erlebt, damals wurden mehr als 2400 Gebäude zerstört. Angesichts des Klimawandels warnen Experten, dass die Häufigkeit und Intensität von Waldbränden zunehmen werde. In den Prärieprovinzen im Westen des Landes stieg die Durchschnittstemperatur nach Angaben des Amts für Umwelt und Klimawandel Kanada seit Mitte des 20. Jahrhunderts um 1,9 Grad Celsius.


Bildnachweis: © Gov. of Alberta Fire Service/The Canadian Press via AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Earth Hour 2024 am 23. März auch in Erkelenz
Aktuelle Nachrichten

Nicht wundern, heute Abend ist Earth Hour - daher geht zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr das Licht aus!

weiterlesen...
Einbruch in Mehrfamilienhaus
Polizeimeldungen

Erkelenz (ots) - Zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr drangen Einbrecher am Donnerstag (21. Mär

weiterlesen...
Tageswohnungseinbruch
Polizeimeldungen

Erkelenz-Katzem (ots) - Am Dienstagnachmittag (26. März) drangen Einbrecher zwischen 14.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mehr Straftaten an Bahnhöfen registriert
Aus aller Welt

Im letzten Jahr sind laut der Polizeilichen Kriminalstatistik in Deutschland mehr Straftaten erfasst worden. Dies gilt auch für Delikte an Bahnhöfen.

weiterlesen...
Zugunglück mit zwei Toten: Ermittlungen vor dem Abschluss
Aus aller Welt

Vor fast einem Jahr kamen bei einem Zugunglück nahe Köln zwei Arbeiter ums Leben. Die Strecke war zum Unfallzeitpunkt noch nicht gesperrt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mehr Straftaten an Bahnhöfen registriert
Aus aller Welt

Im letzten Jahr sind laut der Polizeilichen Kriminalstatistik in Deutschland mehr Straftaten erfasst worden. Dies gilt auch für Delikte an Bahnhöfen.

weiterlesen...
Zugunglück mit zwei Toten: Ermittlungen vor dem Abschluss
Aus aller Welt

Vor fast einem Jahr kamen bei einem Zugunglück nahe Köln zwei Arbeiter ums Leben. Die Strecke war zum Unfallzeitpunkt noch nicht gesperrt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

weiterlesen...