28. Januar 2023 / Aus aller Welt

Papis fliegt raus, Djamila will womöglich nie weg

Bald herrscht im RTL-Dschungel ein neuer Regent - vorher wird aber nochmal ausgesiebt. Gigi entdeckt dabei den Philosophen in sich - und Djamila den Gedanken, ob nicht ein anderer Job besser gewesen wäre.

Gigi Birofio (l-r), Papis Loveday und Lucas Cordalis vor einer Dschungelprüfung an Tag 14.
von Jonas-Erik Schmidt, dpa

Vom Laufsteg zum Lagerfeuer und zurück: Model Papis Loveday muss seine Ambitionen auf den Titel des RTL-Dschungelkönigs begraben. Der 46-Jährige, den sogar seine Konkurrenten als einen heißen Anwärter auf den Dschungelthron gesehen hatten, flog am Freitagabend aus der Reality-Show «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!», nachdem er zu wenige Stimmen der Zuschauer erhalten hatte. Er selbst trug es äußerlich mit Fassung und verteilte Luftküsse.

Papis bei Mitstreitern beliebt

Bei manchen Mitcamperinnen und Mitcampern saß der Schock allerdings tief. Influencerin Jolina Mennen weinte gar bittere Tränen. Sie hatte wenige Minuten vor dem Rauswurf noch erklärt, dass sie Loveday die Dschungelkrone, um die die Promis in der Outdoor-Sendung wetteifern, gönnen würde. «Ich wäre sehr geehrt, in seinem Königreich eine Prinzessin sein zu dürfen», hatte die Influencerin gesagt. Auch Reality-Dame Djamila Rowe hatte sich auf seine Seite geschlagen: «Papis ist wirklich jemand, wo ich sagen würde: Ja, dem wünsche ich's wirklich.» Kurz darauf waren all diese guten Wünsche in Rauch aufgegangen wie ein Scheit Holz im Camp-Feuer.

Loveday hatte in der Sendung eigentlich gute Leistungen abgeliefert. In seiner letzten Prüfung holte er souverän Sterne, im Camp verhinderte seine ordnende Hand mitunter schlimmere Eskalationen. Allerdings war er jüngst auch selbst mit Sänger Lucas Cordalis aneinander geraten.

Er ist nicht das erste Model, das die Show verlassen muss - vor ihm hatte es unter anderem schon Tessa Bergmeier erwischt. Vor dem Dschungelcamp hatte er RTL erklärt, er wolle nun in Deutschland durchstarten. Gebürtig stammt der 46-Jährige aus Senegal.

Djamila würde gern um 16 Uhr Schluss machen

Die Dynamik im Camp hatten in der Sendung vom Freitag allerdings andere bestimmt. Zuvorderst Djamila Rowe ließ Einblicke in ihr Seelenleben zu. «Oh man, manchmal frage ich mich, warum ich mir das alles eigentlich antue in meinem Alter noch», bekannte sie. «Warum habe ich nicht einen Job irgendwo? 16 Uhr, Schluss. Gehe nach Hause, habe meine Ruhe.» Dabei war allerdings eine gewisse Dialektik zu erkennen, denn wenig später sagte Rowe, dass sie sich nun gut mit ihrer Situation arrangiert habe. «Vielleicht will ich irgendwann nicht mehr nach Hause. Ich will dann hier bleiben», sagte sie.

Rowe sprach aber auch über ihren Sohn, das Bild, das dieser von ihr habe und dass sie ihn gerne häufiger sehen würde. Und darüber, dass sie eigentlich gerne studiert hätte. «Ich wäre gerne Rechtsanwältin geworden», sagte Rowe.

Reality-Darsteller Gigi Birofio ließ derweil seine philosophische Seite erkennen, was etwas überraschend war. Etwas erwartbarer war allerdings, dass sich seine Gedanken dabei um Frauen drehten. «Man muss sagen: Die Frauen, die machen die Welt schön», bekundete der 23-Jährige. Für Mitcamperin Jolina hatte er in diesem Zusammenhang auch eine Weisheit parat. «Ich baue dir ein Haus», sagte Birofio, «aber du machst mir ein Zuhause.» Ergriffenheit breitete sich aus.

Lucas will Wogen glätten

Dritter Hauptprotagonist des Tages: Sänger Lucas Cordalis, der das Moderatoren-Duo Sonja Zietlow und Jan Köppen belustigte, als er die Annahme äußerte, das sein Schwiegervater, der im Hotel warte, dort «viel trainiert». Darüber hinaus versuchte er nach einem fürchterlichen Krach mit Selbstbeteiligung vom Vortag, die Wogen zu glätten und sein Selbstbild wieder aufzurichten. «Ich bin ein sehr charmanter Mensch, ich bin ein Gentleman, ich bin ein Mensch, der gerne andere aufbaut», erläuterte er. Es sei auch nicht unbedingt sehr einfach, «Lucas Cordalis zu sein», barmte Cordalis.

In die Dschungelprüfung mussten diesmal Jolina Mennen und Sänger Cosimo Citiolo, der dabei wie gewohnt hysterisch schrie und zeitweise eine verirrte Wasseragame auf dem Kopf trug. Als er Getier um sich herum bemerkte, äußerte Citiolo zudem einen fürchterlichen Verdacht in Richtung RTL: «Wollt ihr mich verarschen? Das habt ihr mit Absicht gemacht!» Das Duo war für die Prüfung in Wassertanks gesteckt worden. Am Ende reichte es für drei von sechs Sternen.

Das Finale ist am Sonntag. Im Rennen sind noch Mennen, Citiolo, Cordalis, Birofio und Rowe.


Picture credit: © Stefan Thoyah/RTL/dpa
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